Röbel – Mecklenburg-Western Pomerania (German)

Location: Mecklenburg-Western Pomerania
About this community: Die jüdische Gemeinde in Röbel gehörte zu denen, die sich schon im 13. Jahrhundert in Mecklenburg gegründet hatten, dann aber Ende des 15. Jahrhunderts wieder vertrieben wurden und sich erst Jahrhunderte später wieder neu ansiedelten.
In Röbel geschah dies zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Die Blütezeit der Gemeinde war in der Mitte des Jahrhunderts, 1847 wurde die Synagoge gebaut. Auch diese Gemeinde war von der Abwanderung in die großen Städte betroffen. 1930 lebten noch 16 jüdische Kaufleute im Ort, 1936 nur noch 12. Die Synagoge wurde zwischen 1936 und 1938 verkauft und in der Progromnacht 1938 nicht zerstört. Das Gebäude wurde vor einigen Jahren restauriert und steht unter Denkmalschutz.
Unmittelbar neben dem historischen Gebäude gibt es seit dem Sommer 2005 den Engelschen Hof. Die Benennung des Gebäudeensembles geht auf die über viele Generationen in Röbel lebende jüdische Familie Engel zurück. Benjamin Engel, dessen Grabstein heute im Hof zu sehen ist, gründete für die Bürger der Stadt 1870 eine karitative Stiftung. In dem Gebäude ist eine ständige Ausstellung zur Geschichte der Juden in Mecklenburg untergebracht. (Photos zur ehemaligen Synagoge und dem Engelschen Hof bei mir)
Die Gemeinde hatte keine jüdische Schule und keine Mikwe. Der Friedhof existiert nicht mehr, es sind nur noch zwei restaurierte Grabsteine bei der ehemaligen Synagoge vorhanden. (Der Text wurde zusammengestellt aus dem Fragebogen von 1998, der wiederum aus der Heimatgeschichte über das Schicksal der Röbeler Juden ausgefüllt wurde und aus meiner eigenen Anschauung nach der Besichtigung des Ortes im Jahre 2010.)